Bonn, 17. September 2009. Bereits im Sommer 2009 startetet im Bonner Kunstverein ein in der Region einmaliges Projekt: Die Bürgerstiftung Bonn und das Bonner Unternehmen Germania Gebäudedienste haben sich zusammengetan, um 45 Kindern des Familienzentrums Maria im Walde Haus Marienheim (Kaiser-Karl-Ring) den dauerhaften Zugang zur zeitgenössischen Kunst zu ermöglichen. 'Unser Unternehmen will Bonner Kinder fördern, die es nicht leicht im Leben haben' so Dirk Müller, Geschäftsführer der Germania Gebäudedienste. Für Jürgen Reske, Geschäftsführer der Bürgerstiftung Bonn 'bietet der Bonner Kunstverein mit seinem Vermittlungsprogramm KunstStück eine ideale Plattform, um Kindern Kunst auf innovative Weise zu vermitteln.' Die Bürgerstiftung Bonn und die Germania Gebäudedienste tragen die Kosten für die Durchführung des Pilotprojektes im Jahr 2009 in Höhe von 7.200 Euro. Für den Bonner Kunstverein stellt KunstStück auch die Möglichkeit dar, einen besonderen Impuls in der Bonner Nordstadt zu setzen. 'Der Bonner Kunstverein möchte gezielt Partnerschaften mit Einrichtungen in seiner nächsten Umgebung eingehen,' erläutert Projektleiterin Anna Dietz. 'Gerade viele Kinder aus der Bonner Nordtstadt finden schwieriger Zugang zu Ausstellungssituationen wie dem Kunstverein. KunstStück kann dazu beitragen, bei Kindern und Eltern Berührungsängste abzubauen. Wer bereits in frühen Jahren mit Kunst in Berührung kommt, wird auch später im Leben eher Zugang finden - egal welcher sozialen Schicht er oder sie angehört'.
Gefördert von der Staatskanzlei NRW und zuletzt ausgezeichnet mit dem Preis für innovative Kunstvermittlung der Arbeitsgemeinschaft deutscher Kunstevereine (ADKV), bietet der Bonner Kunstverein bereits seit mehreren Jahren mit 'KunstStück' ein Vermittlungsmodell an, das eine aktive Auseinandersetzung mit Kunst und Alltag mit sich bringt. Jeder zu einer Ausstellung eingeladene Künstler wird gebeten, speziell für Kinder und Jugendliche ein KunstStück zu hinterlassen. Das kann ein alltäglicher gegenstand sein, ein weiteres Kunstwerk, eine Aussage oder auch eine Frage. Je nach Ausstellung bzw. Form des KunstStücks wählen die Kunstvermittler unterscheidliche Strategien, damit die jungen Besucher das Gesehene in Verbindung mit dem eigenen Erfahrungshorizont bringen können. Gesucht ist eine spielerische Herangehensweise, die neben Malen und Basteln auch Theater spielen oder Musik machen als Aktivitäten mit einbeziehen. Die Workshops münden stets im Selbermachen. Für die Kinder des Famileinzentrums Matrienheim, die zwischen drei und sechs Jahre alt sind, werden zusätzlich acht spezielle Projekttage durchgeführt, in denen eine intensive Betreuung und Arbeit möglich ist.
Um die langfristige Durchführung des Projektes zugewährleisten, soll KunstStück für die Kinder des Familienzentrums Marienheim zukünftig durch ein Patenschaftsmodell finanziert werden. 'Wir sind der fseten Überzeugung, dass es uns gelingen wird, für jedes Kuind einen Paten zu finden, der mit einem Jahresbeitrag von 100 Euro die Durchführung des Projektes in den nächsten Jahren sichern wird', sagen Müller und Reske. Die Spenden werden von der Bürgerstiftung Bonn gesammelt und können steuerwirksam geltend gemacht werden. Für die Bürgerstiftung Bonn ist die Nachhaltigkeit ein wesentliches Kriterium, um das Projekt zu unterstützen.
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